Fujitsu zieht in den Kampf um das kleinste Netbook
von Clarissa Araujo
Fujitsu hat mit dem Lifebook UH900 ein Gerät vorgestellt, dass als äußerst kompakter Reisebegleiter eine vollwertige PC-Performance verspricht. Das Lifebook-Modell ist nur 20,4 mal 10,65 mal 2,38 Zentimeter groß und wiegt knapp ein halbes Kilogramm. Das Multitouch-Display hat eine Bildschirmdiagonale von 5,6 Zoll, als Prozessor kommt ein Intel Atom Z530 zum Einsatz, womit das Gerät in die von Intel propagierte Kategorie der Mobile Internet Devices (MIDs) passt, die derzeit nicht unbedingt im Aufwind ist.
Fujitsu verspricht beim UH900 “volle Windows 7-Kompatibilität”, wenngleich es noch keine Angaben dazu gibt, ob dies auch das Standard-Betriebssystem sein wird. Jedenfalls aber soll sich das Gerät als Reisebegleiter nicht zuletzt im Freien bewähren. Das WXGA-Display ist demnach groß genug, um Webseiten in voller Breite darzustellen, und ist auch bei direktem Sonnenlicht gut lesbar.
Für die Konnektivität unterwegs soll unter anderem eine integrierte 3,5G-Lösung sorgen, was wenigstens auf HSDPA-Downloadgeschwindigkeiten hindeutet. Den Bedienkomfort will Fujitsu indes auch durch Touch-Buttons an den Seiten des Bildschirms sichern. Sie sind beispielsweise für den Schnellstart bevorzugter Anwendungen, zum schnellen Wechsel der Bildschirmauflösung oder zum Aktivieren eines Stromsparmodus gedacht.
Da die neu aufgekommenen MIDs unter anderem durch größer werdende Smartphones unter Druck geraten, betont das Unternehmen extra, dass das Display immerhin 60 Prozent größer ist als bei 3,5-Zoll-Handys. Auf der anderen Seite lauern zudem noch die Netbooks, die im gängigen Zehn-Zoll-Format ihrerseits fast doppelt so große Displays bieten.
Im Bereich der eigenen Größenklasse wiederum steht den Intel-basierten MIDs ein Kampf gegen ARM-basierte Geräte bevor.
Generell seien Hersteller pessimistisch, was die Zukunft dieser Geräteklasse betrifft, so das taiwanesische Branchenportal Digitimes unter Berufung auf Insiderquellen. Dafür verantwortlich gemacht wird der Druck, den andere Geräteklassen auf das Segment ausüben.
Insgesamt erscheint es also nicht verwunderlich, dass Hersteller wie Asus, BenQ und Inventec ihr Engagement um die MID-Entwicklung signifikant zurückgeschraubt haben sollen. Das gilt umso mehr, da als Grund eine funktionelle Ersetzbarkeit durch andere Gräteklassen angeführt wird.
Zu Zeitpunkt und Regionen für den Marktstart von Fujitsus UH900 gibt es noch keine Details. Da das Modell über Unternehmensstandorte im asiatisch-pazifischen Raum vorgestellt wurde, liegt aber nahe, dass es dort auch zuerst angeboten wird. Informationen zum Preis wurden ebenfalls noch nicht veröffentlicht.
via pressetext

